Aktion kritischer Schüler_innen Tirol


Neues Jahr, neues Glück?

31. August 2014

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu. Morgen beginnt die Schule in Wien, Niederösterreich und im Burgenland wieder, die restlichen Bundesländer sind eine Woche später dran. Das bedeutet für uns Schüler_innen ein neues Jahr voller Stress, Tests, Schularbeiten, Notendruck und Frontalunterricht.

 

Zitterstart ins neue Schuljahr

Viele müssen besonders in diesen ersten Tagen zittern, ob sie überhaupt in die nächste Schulstufe aufsteigen dürfen: Über 40.000 Schüler_innen müssen sich auch heuer wieder einer Nachprüfung stellen. Für sie hat der Lerndruck nicht einmal in den Ferien ein Ende, viele gehen bereits ausgepowert in den Schulstart. Die Angst sitzenzubleiben darf nicht länger das Leben so vieler Schüler_innen erschweren. Stattdessen könnte in einem sinnvollen Modulsystem der Stoff des Vorjahres mit der Unterstützung der Lehrpersonen stressfrei nachgeholt werden. Doch bis es soweit ist, dass die österreichische Politik das wirklich flächendeckend einführt, wünschen wir allen Betroffenen viel Erfolg bei ihren Nachprüfungen!

Sollte es dabei zu Ungerechtigkeiten kommen, zögert nicht, uns über den Schulrechtsnotruf zu kontaktieren!

 

Alle Jahre wieder

Wenn die Schule wieder beginnt, ist das für die meisten von uns kein Grund zur Freude. Denn Schule bedeutet vor allem: Stress, Stress, Stress. Schon in der ersten Woche meinen einige Lehrer_innen ihre Schüler_innen prüfen zu müssen. Danach geht es Schlag auf Schlag in den Herbst, wo uns die anstrengendste Prüfungszeit erwartet. Aber Schule sollte doch eigentlich ein Ort sein, an dem wir unsere Interessen kennenlernen und unsere Talente weiterentwickeln können! Dafür brauchen wir endlich eine längst überfällige Schulreform, denn dieses System darf nicht noch weitere Generationen von Schüler_innen schädigen!

Die AKS fordert seit Jahren die Einführung einer Gesamtschule, in der Kinder von 6 bis 14 gemeinsam nach einem neuen Konzept des selbstbestimmten Lernens unterrichtet werden. Wir wollen nicht mehr nach Methoden aus dem 19. Jahrhundert lernen müssen, und wir möchten endlich mitbestimmen können, wie unser Schulsystem ausschauen soll, denn schließlich müssen wir tagtäglich im Klassenraum sitzen!

 

 

Bild: I-vista / pixelio.de